Bild: Rasterelektronen-mikroskopische Aufnahme des Übergangs zwischen Knochen und Implantat an einem entnommenen TiUnite® Implantat.

"Lächle - und die Welt wird mit Dir lächeln."

Zahnärztliche Implantate aus Titan - die künstlichen Zahnwurzeln - gehören zu den bestuntersuchtesten medizinischen Versorgungsformen. Sie stellen mittlerweile einen Standard in der Zahnmedizin dar. Weit über 10 Millionen Menschen sind mit Implantaten erfolgreich versorgt worden. Alle namhaften Zahnärztlichen Gesellschaften und Institute über alle Kontinente hinweg stellen fest, dass Implantate eine höchst sichere und effektive Methode zum Ersatz von fehlenden Zähnen darstellen.

Die Grundidee, fehlende Zähne durch das Einschrauben von "Pfosten" aus Metall in den Kieferknochen zu ersetzen, geht weit zurück. Jedoch erst in den 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts gelang dem schwedischen Anatom Prof. Per Ingvar Brånemark der entscheidende Durchbruch. Er stellte fest, dass das Metall Titan eine so innige Verbindung mit dem Knochen eingeht, dass einmal implantierte Prüfkörper aus Titan nicht wieder heil aus dem Knochen entfernt werden konnten (Osseointegration). 1965 erhielt der erste Patient eines unserer "neuzeitlichen" Implantate. Dieses Implantat stand bis zum Tod des Patienten im Januar 2006 voll in Funktion.

Links:
www.dgi-ev.de
www.dgzmk.de
www.dgcz.de
www.rki.de
www.osteology.org
www.nobelsmile.de
www.nobelbiocare.com

Seitdem sind viele Forschungen und Verbesserungen an diesen Implantaten vorgenommen worden und führten bis zum heutigen Tag zu einer extrem hohen Erfolgswahrscheinlichkeit für zahnärztliche Implantate. Je nach System und Studie sind 95%-99% der gesetzten Implantate nach 10 Jahren einwandfrei in Funktion.

Implantatverluste ergeben sich in der Regel besonders in der Einheilphase nach dem Einbringen des Implantates in den Knochen. Hauptursachen sind Infektionen des Operationsgebietes und zu frühe Belastung des Implantates.

Ist das Implantat einmal richtig eingeheilt, führen besonders mangelnde Mundhygiene und Überlastung, sowie eine ursprünglich falsch geplante Implantatposition zu den selteneren Spätverlusten.

Alle möglichen Risikofaktoren, die zu einer Gefährdung des Implantationserfolges führen könnten, werden in ausführlichen Beratungen und Planungen zusammen mit unseren Patienten besprochen. Nur so lässt sich ein Höchstmaß an Sicherheit für einen Langzeiterfolg von implantatgetragenem Zahnersatz verwirklichen.

Bild: REM-Aufnahme der TiUnite® Oberfläche

Beratung

Ihre ganz persönlichen Wünsche und die jeweilige Situation Ihres Zahnverlustes bilden die Grundlage für eine individuelle und ausführliche Beratung.

In der Regel kann jede Situation mit festen Zähnen auf Implantaten versorgt werden.

Manchmal erfordern lokale Gegebenheiten, wie z.B. eine geringe Knochenhöhe und/oder -breite, zusätzliche Behandlungen (Knochenaufbau). Knochenaufbauende Maßnahmen erfordern nur selten einen zusätzlichen Eingriff im Vorfeld einer Implantation und können meist während der Implantation durchgeführt werden. Verwendet wird dabei möglichst Eigenknochen, aber auch synthetische Ersatzmaterialien(s.a. www.curasan.de) und Knochen vom Rind als Naturprodukt (s.a. www.geistlich.de) kommen zur Anwendung.

Allgemeine körperliche Erkrankungen wie z.B. Osteoporose oder Diabetes stellen mittlerweile keine Einschränkung mehr dar. Besonders hohe Risiken bei einer Implantation stellen sich nach wie vor bei Rauchern, besonders wenn gleichzeitig noch eine aggressive Parodontitis vorliegt. Hier ist ohne weiteres eine Implantation nicht möglich.

Nicht möglich ist die Implantation im bestrahlten Knochen (z.B. nach Tumoren im oder im Bereich des Kiefers) sowie bei degenerativen Kiefererkrankungen (Fibröse Dysplasie).

Des Weiteren besteht keine Alterseinschränkung nach oben, um Implantate zu setzen. Im Gegenteil, eine Implantation bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen führt häufig durch den sich noch stark verändernden Knochen zu Misserfolgen. Hier ist die genaue Abwägung aller Vor- und Nachteile entscheidend.

Wie eine Implantation in Ihrem speziellen Einzelfall möglich und sinnvoll ist, lässt sich demnach nur im persönlichen Kontakt genau darstellen. Gerne können Sie mit unserem Team einen Termin vereinbaren.

Bild: Digitales Röntgen mit stark reduzierter Strahlenbelastung

Diagnostik

Alle notwendigen Maßnahmen für eine erfolgreiche Implantation werden genutzt. In der Regel sind das Modellanalysen und Röntgenbilder. 

Hierbei kommen modernste zwei- und/oder dreidimensionale bildgebende Verfahren zum Einsatz (Digitales Röntgen mit stark reduzierter Strahlenbelastung, Computertomographie, NobelGuide™).

Bild 01: Fehlender lateraler Oberkieferschneidezahn - Bild 02: Postoperative Ansicht nach Insertion eines NobelDirect Implantats - Bild 03: Postoperative Ansicht nach sechs Monaten mit provisorischer Krone in situ - Bild 04: Postoperative Ansicht des einteiligen Implantats und umgebenden Weichgewebes nach sechs Monaten - Bild 05: Postoperative Ansicht nach einem Jahr mit endgültiger Krone

Implantation

Nach Festlegung der Implantatanzahl und -position für die gewünschte Versorgungsform werden die Implantate im Knochen verankert.

Bei der herkömmlichen Implantation wird dazu im entsprechenden Gebiet das Zahnfleisch vorübergehend zur Seite geklappt. Im Knochen wird das Implantatbett mit exakt dem Implantat entsprechenden Bohrern präpariert und das Implantat eingesetzt. Danach wird das Zahnfleisch wieder vernäht. Die Nähte werden je nach Umfang des Eingriffes nach 7-10 Tagen entfernt.

Bei neueren Verfahren kann mittels Planung auf Basis eines Computertomograms eine ideale und gewebeschonende Implantatposition ermittelt werden. Mit Hilfe einer darauf aufbauenden Operationsschablone kann das Implantat ohne Aufschneiden des Zahnfleisches in die gewünschte Position sicher eingebracht und ggf. sofort versorgt werden (s.a. NobelGuide™).

Zahnersatz

Ihr Zahnersatz wird nach Einheilung des Implantates in unserem integrierten Praxislabor gefertigt. Alle Arten von Kronen, Brücken und Prothesen kommen aus eigener Herstellung.

Wir besprechen mit Ihnen grundsätzlich im Vorfeld, welche Materialien sinnvoll und verträglich sind und welche ästhetischen Finessen mit implantatgetragenem Zahnersatz möglich sind.

Nachsorge

Auch Zahnersatz auf Implantaten benötigt entsprechende Pflege und Nachsorge. Generell ist es sinnvoll, mit Implantaten und dem darauf aufgebauten Zahnersatz, wie bei eigenen Zähnen eine regelmäßige Professionelle Zahnreinigung durchführen zu lassen. 

Denn nur bei Kontrolle in regelmäßigen Abständen lässt sich frühzeitig eine eventuell beginnende Schädigung des Implantates oder des umgebenden Gewebes erkennen und erfolgreich behandeln.

Des Weiteren sollten regelmäßige Röntgenkontrollen des Implantates erfolgen, um die knöcherne Integrität im Auge zu behalten.

Bild 01: Insertion von 3 NobelSpeedy™ Replace Implantaten mit Hilfe der NobelGuide™ Op-Schablone - Bild 02: Befestigung der innovativen, patentierten Guided Abutments - Bild 03: Insertion einer vorgefertigten Procera® Implant Bridge während des chirurgischen Eingriffs im Rahmen des Teeth-in-an-Hour™ Konzepts.

NobelGuide™

Dieses revolutionäre Verfahren zur Implantation künstlicher Zahnwurzeln bietet ein Höchstmaß an Sicherheit bei dem chirurgischen Eingriff, eine außergewöhnliche Vorhersagbarkeit und Präzision.

Grundlage ist die Herstellung einer präzisen Operationsschablone auf Basis einer Computertomographie, die die exakte Vermessung des Kiefers und Festlegung der Implantatposition ermöglicht.
NobelGuide™ verwendet minimal invasive Techniken, ohne das Zahnfleisch aufzuklappen. Eventuelle Schmerzen und Schwellungen sind hier deutlich geringer.

In Kombination mit ImmediateFunction™ (Sofortbelastung) und Teeth-In-An-Hour™ (gleichzeitige Eingliederung von provisorischem oder definitivem Zahnersatz) kann die Anzahl der benötigten Sitzungen drastisch reduziert werden, die Behandlungszeit verringert sich und der Alltag der Patienten wird nach dem Eingriff weniger beeinträchtigt.

Für weitere Informationen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung, oder Sie informieren sich detaillierter unter

www.nobelsmile.de

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